Jürgen Klopp

Ich komme aus einer sehr behüteten schwäbischen Familie, in der man sich keine Gedanken machen musste, ob am nächsten Tag auch genug zu essen auf dem Tisch stand.

Für die meisten von uns ist so etwas auch völlig normal, und doch denke ich, dass ich mir eine gewisse Dankbarkeit darüber bewahren möchte, das ist nur einer der Gründe, warum ich am Ende des Tages mit meiner Frau Ulla immer gemeinsam zu Gott bete.

"Not lehrt beten", heißt es ja im Volksmund. Und so leben und planen wir eben oft vor uns hin, ohne uns Gedanken über Gott und die Welt zu machen, bis irgendwann der große Knall kommt und wir merken, dass wir es alleine nicht packen. Aber es braucht schon diesen Blick "nach oben", um aus der Mühle, in der wir oft leben, auszubrechen. Um zu kapieren, was im Leben wirklich "wertvoll" ist.

Für mich ist der Glaube an Gott wie ein Fixstern, der immer da ist. Ein treuer Begleiter, der dir oft genau dann Kraft schenkt, wenn du gar nicht mehr damit rechnest. Aber auch ein starker Rückhalt, der mir die nötige Lockerheit gibt, mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen und dem nötigen Vertrauen, dass Gott schon alles richtig macht.